Mit ein wenig Verspätung kommt nun noch eines Zusammenfassung des Vortrags “Zend Framework – Past, Present and the Future” von Gaylord Aulke, in dem das Zend Framework im Wandel der Zeit beleuchtet wurde.
Gaylord begann mit einem kurzen Blick auf die Zeitleiste des Zend Frameworks seit dem Release 1.0. Die Anzahl der Downloads beträgt mittlerweile über 6 Millionen, davon konnten 650.000 verschiedene Nutzer identifiziert werden. Es folgte ein kurzer Überblick über die einzelnen Bereiche, die das ZF abdeckt, als da wären, Sicherheit, MVC, Daten, Internationalisierung, Webservices und der Kern. Ein großer Vorteil des Zend Frameworks ist es, dass man nicht gewzungen wird, irgend eine Komponente zu verwenden, wenn man dies nicht möchte.
Danach hat Gaylord einige der neuesten Features aus den Releases 1.5 (z.B. Zend_Form, Zend_Layout, LDAP, OpenID, Infocard sowie Unterstützung der neuen YouTube API etc.), 1.6 (Zend_Tool, Zend_Paginator, Zend_Captcha etc.) und 1.7 (Zend_Dojo, Zend_Amf, ZendX_JQuery sowie Optimierungen der Performance) herausgestellt.
Es folgten einige gute Grüne, um sich für das ZF zu entscheiden. Es ist extrem einfach und produktiv und es beinhaltet die neuesten Techniken der Webentwicklung (z.B. AjAX, Webservices, Syndication). Das ZF bietet freundliche und und einfache Lizenzen, die dem Einsatz des ZF gerade im Unternehmensbereich nicht entgegen sethen. Die hohe Codequalität, die professionelle Services (Training, Zertifizierung, Consultung und Support) sowie die offenen Standards erleichtern die Entscheidung für das Zend Framework noch weiter.
Als nächstes zeigte Gaylord einige Details zur Dojo Integration mit einigen Codebeispielen und gabe einen Überblick von Flex und PHP mit Zend_Amf, das offiziell von Adobe unterstützt wird. Auch ein Überblick über die Applikations- und Verzeichnisstruktur fehlte nicht.
Zum Schluss ging Gaylord auch kurz auf die Zukunft des Frameworks ein. Die Dokumentation soll weiter verbessert werden. Zend_Build soll den Buildprozess vereinfachen und auch die AjAX Unterstützung soll weiter ausgebaut werden. Die Integration des ZF in Tools und IDEs wie Zend Studio soll verbessert werden. Entwicklertools und geeignetes Packaging soll Drittanbietern das Anbieten von Komponenten erleichtern. Es werden weitere Partnerschaften und große Zend Framework Anwendungen gesucht. Auch agile Methoden, mehr Tools, weitere “best practices”, weitere Funktionalitäten und mehr Spass sollen das Zend Framework weiter voranbringen. Zudem soll Zend Framework 2.0 “bald” erscheinen. Einen genauen Releasetermin konnte Gaylord jedoch nicht nennen.
Alles in allem gab es für mich in dieser Session nicht viel Neues zu erfahren. Liegt aber auch daran, dass ich mich täglich mit dem Zend Framework beschäftige. Ich habe aber danach mit einigen anderen Teilnehmern gesprochen, die sich bisher nicht sehr intensiv mit dem ZF beschäftigt hatten. Die Meinungen waren durchweg positiv, da der Vortrag einen guten Überblick über das ZF brachte.